Photographieren ist bereits seit der Grundschule mein Hobby. Begonnen hatte ich mit einer Kamera, in die man einen Kleinstformatfilm einlegen konnte. Die Kamera selber wog kaum mehr als fünfzig Gramm und existiert nicht mehr. Wahrscheinlich war es eine Imperial Magimatic 218. Später konnte ich die manuelle Spiegel­reflexkamera Konica Autoreflex TC / ACOM-1 meiner Eltern benutzen, die ich ihnen irgendwann auch abkauf­te und noch immer besitze. In der Sekundarschule besuchte ich einen Kurs, wo ich neben der Schwarz/Weiss-Photographie auch das Entwickeln von analogen Filmen lernte, was ein riesiger Spass war.

Der Rückschritt zu den Kompaktkameras kam erst mit meiner dreimonatigen Reise nach Kanada im Jahr 1999. Ich wollte auf dieser Reise zu jedem Zeitpunkt eine Kamera bei mir haben, und das war mit der APS-Kamera Canon IXUS Z70 bequem möglich, wenn ich auch mit den Bildern nie richtig zufrieden war. Im Jahr 2003 kaufte ich mit der Sony DSC-P92 zum ersten Mal eine Digitalkamera, die wegen einem Defekt zwei Wochen vor meiner Reise nach Mada­gaskar kurzfristig durch eine Canon IXUS 800 IS ersetzt werden musste, die ich auch heute noch gelegentlich mit mir herumtrage.

Im Jahr 2008 erfolgte schliesslich nach langem Zögern mit der Canon EOS 450D der Schritt zur digitalen Spiegelreflexkamera, die in Schottland und Costa Rica intensiv ein­geweiht wurde. Im Frühling 2010, nach der Reise nach Bangladesch, war ich mit der Bildqualität der 450D nicht mehr zufrieden und vermisste einige Features, weshalb der Umstieg auf die Canon EOS 7D erfolgte, die ich in Paris und Irland kennen lernte.

Ich habe mich immer gesträubt, Bilder mit Software zu manipulieren. Meine Philosophie ist, dass das Photo in der Kamera entsteht und damit ein Zeitdokument ist. Öfters habe ich aber auch bereits Panoramen oder Serienbelichtungen gemacht. Aus solchen Photos kann man idealerweise HDR-Bilder erstellen. In der nächsten Zeit werde ich versuchen, da ein paar Experimente zu realisieren. Die Resultate werden sicher teilweise hier zu sehen sein.

Übrigens... Das Wort Fotografie oder Photographie (ich bevorzuge die wissenschaft­liche Schreibweise) entstammt den altgriechischen photos (Licht) und graphein (zeichnen, malen). Daraus ergibt sich lichtzeichner.li, wobei die Erweiterung "li" des Fürstentums Liechtenstein den in der Schweiz als Suffix verwendeten Diminuitiv ergänzt. Das ergibt einen "kleinen Photograph". Ich mag halt Wortspielereien ;-)
Marco Nef | Voller Einsatz in Bangladesch, 2009